Die Borromäischen Inseln
Die vier weltbekannten Borromäischen Inseln sind die "Perlen des Lago Maggiore"Isola Bella
Ab 1630 bietet sich auf der "Schönen Insel" eine Kulturlandschaft, wie sie in Europa einzigartig ist. Die ganze Insel hat die Form eines Schiffes, dass unbeweglich auf dem See vor Anker liegt: Der riesige Palast ist das Verdeck, die obere Terrasse die Kommandobrücke und die hinteren Terrassen sind das Achterdeck. Von der "Reling" aus geniesst man einen der schönsten Ausblicke Italiens.
Isola Bella ist ein Meisterwerk italienischer Gartenbaukunst: Der prächtige Barockgarten ist fast so groß wie die ganze Insel und wurde schon in der Barockzeit so bewundert, dass man nicht aus Italien zurückkehren konnte, ohne ihn gesehen zu haben. Üppige Blumenterassen, grandiose Ausblicke und edle Statuen, Brunnen und die weißen Pfaue, die überall herumspazieren, hinterlassen einen starken Eindruck.
Man verlässt die Insel glücklich und fast befreit. Der prachtvolle Palast ist ein Museum, prächtige Säle und Wandelhallen voll barocken Prunkes reihen sich aneinander, z.B. Gobelins, Gemälde (u.a. Tintoretto, da Vinci, Tiepolo, Zuccarelli), wertvolle Möbel, alten Waffen, Mosaiken und eine alte Bibliothek. Im Untergeschoß gibt es sogar künstliche Grotten. Die Erben bewohnen im Sommer noch heute einen Flügel des Anwesens.
Geschichtliches:
1671 ließ Graf Borromeo das Barockschloß fertig stellen, in dem unter anderem Richard Wagner zu Gast war. Viel politisches Geschehen hat die Insel schon miterlebt: 1932 tagten hier die Balkanstaaten. In der "Konferenz von Stresa" beriten sich England, Frankreich und Italien 1935 über die deutsche Expansionspolitik.
Isola die Pescatori (Isola Superiore)
Nur ungefähr 100 m entfernt ist die Fischerinsel, die beliebt ist wegen ihrer malerischen Winkel und winzigen Gässchen. S. Vittore ist eine hübsche kleine Kirche mit Glockenturm. Der Tourismus hat das idyllische Fischerdorf bereits vollkommen vereinnahmt. Die Lokale haben fast alle schöne Seeterassen.
Isola Madre
Isola Madre (dt. Mutterinsel) ist die größte und ruhigste Insel und wurde im Stil eines englischen Gartens gestaltet (18. und 19. Jh.), wofür Samen und Keimlinge von exotischen Pflanzen aus Südamerika, Afrika Indien und dem Himalaya herbeigeschafft wurden. Jede Terrasse ist einer Pflanzengattung gewidmet, so dass man zwischen Frühjahr und Herbst durch Wälder von Palmen, Magnolien, Rhododendren, Kamelien, Azaleen, Oleandern und Mimosen wandert.
Es gibt hier auch viele Pfauen, Fasane und Papageien. Im Schatten einer gewaltigen Kaschmirzypresse erhebt sich der Palazzo Borromeo, in dem Sie zahlreiche Portraits der Borromeo-Familie, Puppen-/Marionetten- und Keramiksammlung, ein venezianisches Salotto und ein nobles Speisezimmer bewundern können. Der Palast ist erst seit 1978 für Besucher geöffnet. Direkt daneben können Sie sich die kleine borromäische Grabkappell ansehen, die erst 1858 erbaut wurde. Der besondere Reiz des Palazzos mag in der außergewöhnlichen Verbindung von exotischer und historischer Architektur liegen, die sich wunderbar in das warme Rotbraun der Terrakotta einfügt. Als Perle vor dem Palast fasziniert das Seerosenbecken mit üppiger Farbenpracht.
Wo ?
Die Inseln befinden sich zwischen Baveno, Stresa und Pallanza im Borromäischen Golf, per Schiff erreichbar von allen umliegenden Ufergemeinden aus.
Wann?
Ende März - Oktober täglich 9:00 bis 12:00 und 13:30 bis 17:30 Uhr











