Magadino

Leider habe ich es verpasst, Euch darauf aufmerksam zu machen, dass gestern in der Kirche von Magadino, der auf der schweizer Seite des Lago Maggiore liegt, ein Weihnachtskonzert stattgefunden hat. Heute sind dann die Krippen eingeweiht worden und es gab einen Weihnachtsmarkt.

Ich will aber nicht verpassen, Euch das Weihnachtskonzert mit den Tenor Ottavio Palmieri am Freitag Abend um halb neun in der Kirche in Magadino ans Herz zu legen.

Da fällt mir ein, dass vor einigen Jahren, als es wesentlich kälter war, als in diesem Jahr, ein Teil der BOLLE DI MAGADINO zugefroren waren, so dass sich eine ganze Reihe von Schlittschuhläufern dort tummelten.

Falls Ihr einmal in der Gegend seid, sollte man einmal die Bolle, ein unvergleichbares Naturgebiet besichtigen. Es gibt Führungen, die mit dem Boot durchgeführt werden, aber es gibt auch einen Lehrpfad, den man zu Fuss begehen kann.

Als meine Tochter Lucia, ihre ersten Sommerferien hatte, sind wir mit morgens früh mit dem ersten Zug, von Pino Lago Maggiore nach Magadino gefahren. Damals gab es noch jede Stunde eine Zugverbindung von Luino nach Bellinzona, heute sind diese Verbindungen wesentlich seltener. Von Dirinella aus fahren aber auch Busse Richtung Schweiz.
Also, wir hatten uns gut vorbereitet. Obwohl es ja Sommer war, hatten wir Jogginganzüge mit Gummibündchen an Armen und Beinen und ein T-Shirt mit Rollkragen angezogen. Alles was rausguckte, dick mit Autan beschmiert.
Ihr wundert Euch?
Dann kennt Ihr die Bolle von Magadino nicht.
Wir sind also über den ausgezeichneten Weg in den Sumpf gegangen.
Bald hatten wir nasse Füsse, aber die idyllische Natur hat uns so davon abgelenkt, dass wir es gar nicht gemerkt haben.
Lucia, die ja in der Schule jetzt schon lesen gelernt hatte, studierte jedes Informationsschild, das über Pflanzen und Tiere Auskunft gaben, denen wir überall in grosser Menge begegneten.
Was es am meisten gab, waren die Mücken, die in grossen Scharen über uns herfielen, aber durch unsere Vorsichtsmassnahmen wenig Angriffsfläche fanden.
Als wir wieder am Ausgangspunkt angekommen sind, stellten wir verwundert fest, dass 5 Stunden vergangen waren. Die Zeit war im Nu verflogen, aber jetzt merkten wir, dass wir ganz schön müde waren. Wir haben uns also auf die Brücke gesetzt und die farbenprächtigen Libellen beobachtet und nach Schildkröten Ausschau gehalten.

Da kam eine Gruppe von Kindern, offensichtlich war es eine Schulklasse, die einen Ausflug machte. In der Schweiz fingen die Ferien etwas später an als in Italien.
Die Kinder hatte zum grossen Teil kurze Hosen und T-Shirts an. Lucia und ich sahen uns an und fragten uns, wie lange die Gruppe wohl in dem Feuchtgebiet bleiben würden.
Wir brauchten nicht lange zu warten!

Den einzigen Fehler, den WIR gemacht haben, war, dass wir keine trockene Schuhe und Strümpfe mitgenommen hatten. Nachdem wir dann nämlich über die Strasse bis zum Bahnhof gelaufen waren, taten uns die Füsse ganz schön weh.

Jetzt habe ich Euch eine Sommergeschichte erzählt, aber bei Magadino muss ich immer daran denken, und kann nur jedem Naturfreund empfehlen, sich dieses wirklich lohnenswerte Naturschutzgebiet einmal anzusehen.
Nur, denkt an zweckmässige Ausrüstung, sonst wird es eine Tortur.

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Live-MSN
  • MySpace
  • Technorati
  • TwitThis
  • XING
  • YahooBuzz
  • YahooMyWeb

Einen Kommentar schreiben