Alle wieder Zuhause

Gestern Abend bin ich mit Paolo zur Baita in Monti di Bassano gefahren, um Heute morgen alles Wieder für die nächsten Gäste vorzubereiten und dann Paolo mit dem Mountainbike und ich per pedes nach Monti di Pino zum Fest zu gehen.

Nachts hates wie schon in den letzten Nächten kräftig geregnet, aber heute morgen sind wir schon früh von den ersten Sonnen strahlen, die in ins offene Fenster kamen geweckt worden.

Paolo ist also mit dem Rad losgefahren und ich habe mich erst einmal ans Werk begeben.

Dann hatte ich aber Zeit genug um gemütlich die Wanderung unterhalb der Staumauer her und dann am Kanal längs die Wanderung zum gegenüberliegenden Dorf zu geniessen.
Monti di Pino Kanal, Lago Maggiore

Ich habe eine Menge Fotos gemacht, vom schattigen Weg am Kanal unter den riesigen Buchen, von sonnigenkleinen Lichtungen, die zum verweilen oder Picknick machen einladen.
Aber die Forellen im Kanal waren zu schnell. Jedes Mal, wenn ich auf den Auslöser gedrückt habe, waren sie schon wieder weg. :(

Ein anderes Mal werde ich euch Bilder zeigen, auf denen die alten Schleusen am Kanal zu sehen sind.
In den Laghetto Nero passt bald kein Wasser mehr, er ist voller Laub, das sich Jahr für Jahr – immer mehr ansammelt. Ob wohl irgendwann einmal jemand den ganzen winzigen Stausee davon befreit?

Ein Stück weiter verschwindet der Kanal im Berg – weg ist er, aber der Weg geht weiter. Aus mir unbegreiflichen Gründen gabelt er sich in einen unteren und einen oberen Teil. Wer auf diese geistreiche Idee gekommen ist, weiss er wahrscheinlich nur selber. Irgendwo werden sie sich wieder treffen.

Dann kommt man an einen Bachlauf, mit einer wunderschönen grünen Wiese und der Weg biegt nach links ab und geht jetzt gerade auf Monti di Pino zu, nicht mehr unter hohen Buchen, sondern in lichtem Mischwald mit viel Haselnusssträuchern. Fleissige Helfer haben hier das Gras am Wegrand gemäht. Der Weg ist grossenteils immer, nicht nur jetzt nach dem vielen Regen sehr feucht.
Die Bergseite von Monti die Pino hat sehr viel Wasser, was uns sehr geholfen hat, als vor ein paar Jahren dieser schrecklich trockene Sommer war und alle umliegenden Orte ohne, oder mit sehr wenig Wasser dastanden.

Und dann komme ich ins Dorf, wo es schon sehr geschäftig hergeht. Wer Tische und Bänke aufstellt, Fähnchen aufhängt und Luftballons aufbläst. Die Köche sind natürlich auch schon am Werk. :P
Monti di Pino, Lago Maggiore

Ich gehe erst einmal die Runde um die Bekannten zu begrüssen, es ist eben anders, als wenn man sich unten in Pino Lago Maggiore trifft und Trudi, Antonios Freundin kannte ich nur vom Erzählen.

Warum findet heute überhaupt diese Fest statt?

Es werden die italienische und die europäische Flagge gehisst und eine Gedenktafel eingeweiht, um unseren im vorigen Jahr verstorben Bürgermeister und dessen Vorgänger, der auch Präsident unseres Gebirgsverbandes gewesen ist, zu gedenken.
Alle haben geklatscht, viele Fotos gemacht, Antonio hat Trompete gespielt, Sissi, der Bernardiner hat ganz brav dagesessen und unser Polizeikommandeur hat sogar stramm gestanden.
Monti di Pino Feste, Lago Maggiore

Das war anstrengend und jetzt haben alle Kohldampf.
Über die Portionen hat sich niemand beklagt.

Principessa
, die Kuh und ihr Freund das Ferkel haben das ganze wohlbehalten überstanden und sind hinterher noch lebend gesichtet worden. ;)

Ganz gemütlich, nach einem Limoncello und einem Caffè hat sich die ganze Gesellschaft aufgelöst und ist wieder nach Hause marschiert.
Viele zu Fuss zum Lago D’Elio zurück, einige haben sich mit dem Jeep nach Zenna fahren lassen und nur ein paar ganz verwegene sind den weg nach Zenna zu Fuss gegangen, dabei war das früher ganz normal.

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