Ascona
Spaziergang entlang der Ufer-Promenade in Ascona am Lago Maggiore
In den Wäldern oberhalb von Ascona findet man Eichen, Farnen, Ginster, Erika und vor allem Birken, was den Wäldern eine helle Ausstrahlung gibt.Die Stadt Ascona hat 2 konträre Seiten: einerseits ist der kleine Ort von einst jetzt ein mondäner kurort, wo die reichen Leute in ihren Luxusvillen an den schönsten Hängen der Stadt verweilen. Treffpunkt sind die vielen Cafés und Restaurants an der Piazza unten am See an der autofreien Uferpromenade: Sehen und gesehen werden. Kurz: Ascona ist das Cote d´Azur der Schweiz, andererseits gibt es auch ein anderes Ascona: In der Casa Anatta wurde dokumentiert, was die Lebensreformer um Henri Oedenkoven hier getan haben, was Anarchisten, linksintellektuelle Künstler und Autoren, Theosophen und Psychologen hier erdachten und ersehnten. Ascona ist auch eine Badestadt, denn die Maggia hat durch Aufschüttungen schöne Strände geschaffen, die bei so steilen Ufern sonst unüblich sind. Wenn Sie weitab vom touristischen Treiben auf stillen Waldwegen Richtung Ronco oder auch Arcegno wandern, fühlen Sie sich dort sicher wohl. Man sagt, der Blick über die Brissago-Inseln Richtung Süden gehört zu den schönsten Ausblicken Europas. Was gibt es Schöneres, als wenn sich abends die Berge rosa färben ?Hinter der Seepromenade befindet sich der Borgo, der alte und auch noch intakte Ortskern Asconas. Auf dem Piazza S. Pietro steht auch die Pfarrkirche SS. Pietro e Paolo mit ihrem hohen Campanile (Kirchturm), den man von vielen Gässchen aus sieht. Auch die Casa Serodine, der alte Stadtpalast der Künstlerfamilie Serodine steht direkt am Piazza. Östlich der Pfarrkirche sehen Sie den Collegio Papio (1442), in dem Sie den Renaissancekreuzgang bewundern können, und die Kirche S. Maria della Misericordia. Einer der bedeutendsten Freskenzyklen der Schweiz (Spätgotik) schmückt die Kirche, die wie auch S. Francesco in Locarno oft für Konzerte genutzt wird.Museen: In Ascona gibt es viele Museen, besonders bekannt sind das Museo Comunale d´Arte Moderna in der Via Borgo (Wechselausstellungen moderner Kunst) und die Gründervilla der Theosophen, die Casa Anatta. In 18 kleinen Räumen können Sie Fotos und Objekte bewundern, besonders faszinierend für den Geistes- und Sozialwissenschaftlich Interessierten. Im Museo Epper können Sie Holzschnitte und Zeichnungen sowie Skulpturen expressionistischer Stilrichtung bewundern. Das Casa Serodine beherbergt eine Sammlung antiker Kunstschätze. Auf dem Monte Verità kann man eines der ersten Beispiele der Bauhausarchitektur in der Schweiz sehen. Das Haus des Barons von Heydt beherbergt eine Sammlung asiatischer Kunst. Im Park von Ascona sind die Utopien der Menschen in den Museen der Casa Anatta und der Casa Selma dokumentiert. Ausflugstipps: - Bummeln am Lungolago mit den vielen Cafès - Shopping im alten Ortskern. - Spaziergang zum Monte Verità hinauf: Geniessen Sie das milde Klima und die üppige Vegetation. - Wie wäre es mit einer Gourmetfahrt nach Intra? Hier können Sie den grandiosen Ausblick bei einem guten Essen auf dem Ausflugsschiff geniessen. (Buchung über "Navigazione Lago Maggiore" zwischen Ende Mai und Ende September). Sie können auch in Locarno oder Brissago zusteigen. Geschichte: Der Hügel über der Stadt heißt nicht zufällig Monte Verità (Berg der Wahrheit). Hier bauten reiche Anarchisten, Philosophen, Maler, Naturalisten, Spiritisten, Schriftsteller und einfach Spinner ihre Villen. Als erstes kaufte der deutsche Industrielle Henri Oedenkoven mit seiner Freundin, der Pianistin Ida Hofmann, ein großes Gelände am Berg der Wahrheit. 1914 scheiterte die Lebensreform, denen sich Oedenkoven und seine Anhänger verschrieben hatten. Später kamen auch Hermann Hesse, Klabund, Paul Klee, Mary Wigman, Stephan George, Hans Richter, Isidora Duncan und James Joyce. |











